- Renaturierung
Sauberes Wasser ist ein Grundrecht und darf keine exklusive Profitquelle für Konzerne sein. Doch genau das ist gerade der Fall: Die Pharma- und Kosmetikindustrie will sich vor ihrer Verantwortung drücken und uns Bürger:innen die Kosten ihrer Verschmutzung aufbürden.
Die EU hat erkannt: Wer verschmutzt, soll auch zahlen. Mit der neuen Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) soll endlich auch im Wasserbereich das Verursacherprinzip angewendet werden. Also: Unternehmen, die mit schwer abbaubaren Chemikalien unsere Gewässer belasten, müssen sich mit mindestens 80 % an den Reinigungskosten beteiligen.
Doch jetzt laufen genau die Konzerne Sturm, die das meiste verschmutzen. Die Lobby der Pharma- und Kosmetik-Lobby will die Regel kippen – mit freundlicher Unterstützung der CDU/CSU-Fraktion im EU-Parlament und mancher Regierungen, darunter Deutschland. Sie wollen, dass wir alle über unsere Wasserrechnung dafür zahlen, dass ihre Produkte unser Wasser verschmutzen.
Dazu sagen wir: Nein!
Immer mehr Chemikalien wie PFAS und TFA, Mikroplastik, Kosmetik-und Medikamentenrückstände belasten unser kostbares Wasser. Diese Stoffe verschwinden nicht einfach; sie belasten auf ewig unsere Böden, unsere Flüsse und unsere Körper. Ihre Reinigung ist teuer und aufwendig. Doch bisher zahlen dafür nicht die Verursacher, sondern wir alle über steigende Wasser- und Abwasserpreise.
Gleichzeitig verbrauchen Großkonzerne wie Tesla, Red Bull oder Rechenzentren riesige Mengen Wasser und in vielen Regionen Deutschlands drohen dadurch Dürren. Während anderorts Fluten und Hochwasser toben. Die Welt befindet sich im Wasserstress.